Politiker und der eigene Markenkern

Strategischer Imageaufbau vs. Tagesgeschäft

Themen

Markenbild deutscher Politiker - Seminare/Dizent im bundespolitischen UmfeldMein Dozenten-Kollege Claudius Kroker hat im Pressesprecher-Magazin einen aufschlussreichen Artikel über den Markenkern von Politikern geschrieben. Es geht um Fragen und Themen, die uns in unseren Seminaren im Bundestag immer wieder begegnen. Das Stück setzt sich damit auseinander, dass auch langjährige Polit-Profis im Bundestag nicht immer wissen, worin eigentlich ihr Markenkern besteht.

Es fehlt oft eine strategische Analyse, für was der oder die MdB steht. Diese Bestandsaufnahme ist mit Mühe verbunden. Und im hektischen politischen Tagesgeschäft ist es auch nicht leicht, die dafür nötigen Ressourcen zu mobilisieren. Doch der Aufwand spielt sich wieder ein.

Kurzfristiger Effekt: Abgeordnete wissen nach einer solchen Analyse besser, welche Themen sie in welcher Weise aktiv aufnehmen sollten. Und sie lernen auch, in welchen Feldern sie besser anderen den Vortritt lassen sollten. Das kann auf Seiten des MdB ebenso wie in den Medien für Entlastung und eine bessere Wahrnehmung sorgen. Claudius Kroker schreibt dazu im Pressesprecher-Magazin über "ein Grundproblem vieler Bundestagsabgeordneter, die nicht zum politischen Spitzenpersonal gehören, aber in wenigen Wochen ihren Platz im Parlament verteidigen müssen." Ihnen fehle für ihre Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ein Konzept. Deshalb, so Kroker, "versuchen (sie) den Mangel durch Masse auszugleichen, was so lange keine Aussicht auf Erfolg hat, wie ihnen noch etwas anderes fehlt: der unverwechselbare Markenkern, das Typische, das Bekanntheitsgrad und Wiedererkennung ausmacht".

Mittel- und langfristig ist der Wert einer Bestimmung des eigenen Markenkerns noch höher. Denn die Kenntnis und Ausprägung des eigenen Markenkerns ist eine Grundvoraussetzung für einen nachhaltigen positiven Imageaufbau. Und - noch einmal Claudius Kroker - "ein schlüssiges PR-Konzept (ist) keine Zauberei. Es ist ein wichtiges Handwerkszeug der Kommunikationsarbeit. Es anzuwenden kann man lernen". Es geht um Marke statt SPAM.

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