"Beschäftigt sich Ihr Unternehmen mit Social Media?"

Antwort auf eine Frage auf dem Portal linkedin

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Der Kommunikationsberater Roland Panter fragte auf der Plattform linkedin, ob Unternehmen sich mit social media beschäftigen. Auszug aus der Antwort von Carsten Seim, avaris | konzept, Redaktionsbüro für strategische Kommunikation:

 Internet ist für viele Unternehmen noch unbekanntes Terrain"Zurzeit zögern viele Unternehmen noch, sich auf dieses Thema einzulassen, weil altbekannte zentral gesteuerte vertikale Kommunikationsstrukturen durch neue horizontal vernetzte ergänzt und teilweise mglw. auch durch diese ersetzt werden.

Die Macht des Faktischen (Mediennutzungsanalysen, die die zunehmende Glaubwürdigkeit von Web-Informationen belegen und auch die zunehmende Verbreitung des Netzes als Informations-Ressource) lassen die Nachfrage nach Beratungsleistung in Zukunft aber wachsen. Hierbei geht es unter anderem um Fragen zur Online-Reputation sowie Plattformen, auf denen sich Unternehmen glaubwürdig und angemessen darstellen können.

Dabei geht es, wie das Beispiel eines Mobilfunk-Anbieters gezeigt hat, daneben, wenn ein anbiedernder Ton gewählt wird, der die vermeintliche Szene-Sprache imitieren will. Scheitern wird beispielsweise ein Unternehmens-Blog auch dann, wenn er Nutzer-Reaktionen nur gefiltert und verzögert zulässt. Auch nur leicht oder gar nicht umgeschriebene Pressemitteilungen auf einem Portal, das sich Blog nennt, werden allenfalls Hohn - in jedem Fall aber Ignoranz auslösen.

Mehr Augenhöhe müssen Kommunikatoren im Netz ganz sicher in Zukunft akzeptieren. Unternehmens-Blogs, in denen der CEO sich auch mit Kritik und Fragen der Community auseinandersetzt, sind in den Vereinigten Staaten bereits verbreiteter als hierzulande.

Berücksichtigt man jedoch, dass sich eine wachsende Gemeinde im www zunächst in Foren über die Qualität eines Produktes oder einer Dienstleistung informiert, so wird deutlich, dass auch Unternehmen hier mit Sachbeiträgen oder Antworten präsent sein sollten.

Die Kommunikation verliert dabei deutlich an Distanz, was nicht jedem gefällt. Doch das Thema ist spannend, und auch Unternehmen können dabei gewinnen. Denn unmittelbarer und zielgenauer kann man ein Kunden-Feedback nicht bekommen - und damit Anstöße, sein Angebot Kunden-affin zu optimieren.

Vgl. Lenovo-Blogs. Diese zeigen z. B. auch offen und ungeschminkt die Ergebnisse von Kundenumfragen. Das stärkt die Produktloyalität und schafft eine Gemeinde. Spätestens, wenn die Digital Natives in die Entscheider-Etagen vorrücken, wird diese interaktive Kommunikationskultur auch hierzulande stärker Verbreitung finden."

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Carsten Seim, avaris | konzept, Redaktionsbüro für strategische Kommunikation - Kommunikative Beratung | Öffentlichkeitsarbeit | Redaktion | Seminare
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